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Fachspezifische Pflege

Die Erkenntnis, von einer chronischen Erkrankung betroffen zu sein, bedeutet für die Betroffenen einen schwerwiegenden, krisenhaften Einschnitt in ihrer Lebensgeschichte und Lebensplanung. Bei der chronischen Niereninsuffizienz kommt außerdem das Wissen um die lebenslange Abhängigkeit von einer der Formen der Nierenersatztherapie (Hämodialyse, Peritonealdialyse, Transplantation) hinzu. Der erhebliche Zeitaufwand, der für die Dialyse nötig ist, muss in den Tagesablauf integriert werden, andere Aktivitäten "um die Dialyse herum" geplant werden. Für die Mehrzahl der Patientinnen und Patienten bringt die chronische Nierenerkrankung außerdem erhebliche Einschränkungen der Lebensqualität, physische und psychische Leistungseinbußen und belastende medizinische Folgeerkrankungen mit sich.

Ein weiteres Charakteristikum dieser Patientinnen- und Patientengruppe liegt in einer besonderen psychischen und sozialen Situation. Gerade für Dialysepatientinnen und Dialysepatienten gibt es innerhalb der Dialyseeinrichtungen keinen sozialen Dienst, der hierfür zuständig ist. So nehmen ältere Patientinnen und Patienten ihre Rechte oft genug nicht wahr und haben, falls sich nicht innerhalb der Familie jemand findet, niemanden, der ihnen dabei behilflich ist. Dies beginnt bei der Befreiung von Zuzahlungen, geht über die Einstufung in die Pflegeversicherung. Das gleiche Problem stellt sich nach Ablehnung der Kosten für häusliche Krankenpflege durch die gesetzlichen Krankenkassen. Viele Menschen haben Angst vor der Inanspruchnahme von Sozialhilfeleistungen, obwohl Ansprüche vorhanden sind und verzichten lieber darauf, wohlwissend, dass sich ihre Pflegesituation dadurch verschlechtert.

Die oben beschriebene Situation der Betroffenen, macht die vielfältigen Belastungen deutlich, die bewältigt werden müssen.

Unsere Pflegedienstleitung und Fachschwester für Nieren- und Dialyseerkrankungen beraten Sie gerne!